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Zeichnung
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Geschichte des Schepershoes

Das Schepershoes existiert seit 1612 und der erste Bewohner war „de olde scheper) ein alter Schafhirte, der sich um die Schafherde rund um Peest kümmerte. Zwischen 1612 und 1807 wird das Schepershoes von 16 verschiedenen Schafhirten bewohnt, über die wenig bekannt ist.

1807 wird das Haus vom Schafhirten Jan Brink und seinen „marktgenoten van Peest) bewohnt. Jan Brink besaß drei Kühe und sechzig Schafe und war mit Antje Berends verheiratet. Zusammen bekamen sie sieben Kinder.

1832 ist das Haus im Grundbuch als Sektion E Nr. 330 bekannt, Haus und Hof der Marktgenoten von Peest, groß 0.01.12 ha.

Nach Zahlung der Kopfsteuer für die Nieuw Hervormde Kerk ist 1836 Alberts Schans der Hauptbewohner des Schepershoes. Der damals 51-jährige Schafhirte ist mit Roelfje Kruims verheiratet und sie haben ein Kind: Grietje. Zwei Arbeiter, Steven Wever und Jan Kruims, helfen, um den Hof in Betrieb zu halten.

Von dem Ort Een kommt 1840 der Schafhirte Gauke Bijma zum Schepershoes. Er ist mit Aaltje Kramer verheiratet und sie bekommen vier Kinder.

Gouke Bijma verlässt den Hof um 1854 und dann lässt sich Jan Meulema als Schafhirte im Schepershoes nieder. Zusammen mit seiner Frau Grietien ter Veld bekommen sie zwei Kinder. In den siebziger Jahren zieht die Familie auf einen anderen Hof in Peest. Der nächste Schafhirte ist Klaas Hofman, verheiratet mit Trientien Scholte. Sie haben eine Tochter namens Grietje und sind vermutlich 1879 nach Veenhuizen gezogen. Das Schepershoes steht dann auf Hof 3.

Bei der Grundsteuerveranlagung von 1880 ist Hof 3 Eigentum von Westerhof cs Marchien Boer (Witwe von Popke Westerhof). Das Grundstück hat immer noch die Grundbuchnummer E 330 und ist 0.1.12 ha groß. Nach dem Grundbuchverzeichnis hat Wiebe de Boer, Schafhirte in Peest, 1878 das Haus von den Marktgenoten von Peest übernommen.

Aus dem Bevölkerungsregister 1880/1890 geht hervor, dass Marchien Boer Hauptbewohnerin des Hauses (Peest 145) ist. Bei ihr wohnt Schwiegersohn Wijbe de Boer und Tochter Marchien. Sie bekommen zwei Kinder. Zwischen 1890 und 1900 wird das Haus zur Nummer Peest 15 umnummeriert. Marchien Boer stirbt am 20. November 1900. Ihre Enkelin Annechien de Boer heiratet Wiebe Zorge und das Paar bleibt zunächst auf Hof 3 wohnen. (Schwieger)mutter Marchien de Boer-Westerhof zieht im Mai 1905 zum Hof 8, wo sie am 14. August 1907 stirbt.

Die neuen Bewohner sind Hendrik Baving, seine Frau Jantje Hofman und ihre Tochter Derkien Baving. 1906 wird ihr Sohn Hendrik Jan Baving geboren. Die Familie zieht am 22. April 1914 nach Roden. Seit 21. Mai 1913 wohnt Wiebe Zorge jr. (Sohn von Wiebe Zorge und Annechien de Boer von Hof 8) bei ihnen und zieht mit der Familie nach Roden. Annechien ist am 10. März 1913 im Wochenbett gestorben.

1914 kehrt Wiebe Zorge sr. als Landwirt mit seinem Schwager Popke de Boer und seinem Sohn Jan Margienus Zorge zum Hof 3 zurück. Am 15. Mai 1915 kehrt Wiebe jr. aus Roden zurück und zieht am 17. Januar 1916 nach Groningen. Am 20. September 1918 stirbt Popke de Boer. Er war unverheiratet. Wiebe Zorge sr. heiratet am 15. Juni 1921 Iemptje Kinds und zusammen bekommen sie drei Kinder.

Am 20. November 1936 kauft Jan Margienus Zorge bei Palmschlag das Haus und den Garten, groß 30.12 Ar. 1987 stehen Haus, Scheune und Hof – insgesamt 0.13.92 ha groß – im Namen von Zorge, Roelof.

Nach dem Tod von Roelof Zorge wird das Haus an die Familie Warmelink verkauft. Sie restaurieren den Bauernhof unter Aufsicht der Denkmalschutzbehörde. Der ehemalige Schafstall wird durch einen neuen, deutlich größeren Ziegelbau ersetzt.

2007 wird Het Schepershoes an die heutigen Eigentümer Alexander Sluijmer und Rinette de Jong verkauft. In den folgenden Jahren bringen sie die Stallflügeltüren an, ebenso wie Fensterläden. Auch die Scheune und das Heizhaus erhalten durch Holzverkleidung und alte Dachziegel etwas von ihrem ursprünglichen Glanz zurück. Ende 2016 wird das Strohdach teilweise durch Stroh und teilweise durch Ziegel ersetzt, wie es früher war. Diese Restaurierung dauerte fast 8 Wochen.

Quelle: Historische Vereniging Norch. Fotos: Historische Vereniging Norch und Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed. Text: Irma Dorenstouter.

Het Schepershoes in der Zeitung